Ausgabe 4 (April 2009)

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Willkommen bei Peutz Aktuell!

Heute erhalten Sie die neueste Ausgabe unseres Newsletters, mit dem wir Sie über neue Entwicklungen und Trends aus unseren Fachgebieten informieren.



Neue Niederlassung in Berlin

Im März 2009 hat unsere neue Niederlassung in Berlin eröffnet.

Die neue Niederlassung verstärkt die regionale Kompetenz und wird insbesondere für Projekte und Auftraggeber aus der Region Berlin / Brandenburg ein Ansprechpartner sein.

Peutz Consult GmbH
Knesebeckstraße 93
10623 Berlin

Tel. +49 (030) 310 172 16
Fax +49 (030) 310 172 40







Fachseminare durch Peutz

Peutz stellt sein Fachwissen seinen Kunden auch in Form von Seminaren zur Verfügung. Bei sogenannten In-House-Seminaren führen wir die Schulung Ihrer Mitarbeiter und Kollegen in unseren Fachgebieten durch. Bei der Vorbereitung kann dabei anders als bei herkömmlichen Fachseminaren auf die individuellen Bedürfnisse und aktuell vorliegenden Fachthemen eingegangen werden.

Zu den Seminaren gehören eine professionelle Darstellung der Sachverhalte in power-point Präsentationen und den zugehörigen Unterlagen. Durch die individuelle Gestaltung in Inhalt und Dauer, Anzahl der Teilnehmer sowie der Durchführung in den eigenen Räumlichkeiten sind diese Seminare finanziell die deutlich günstigere Lösung.

Gerade für größere Fachabteilungen in Unternehmen oder auch Verwaltungen, die sich mit Sachverhalten aus dem Immisionsschutz oder der Bauakustik und Bauphysik beschäftigen bieten unsere Seminare eine Grundlage für ein besseres Verständnis bei der täglichen Arbeit.

Wir organisieren auch gerne andere Räumlichkeiten oder externe Referenten bei Bedarf. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung wir unterbreiten Ihnen gerne ein individuelles Angebot.



Neues Brandschutz-Prüflabor

Seit Begin des Jahres verfügt Peutz im niederländischen Roermond über ein Brandschutz-Prüflabor. Im Prüflabor können z.B. Materialprüfungen von Wand- und Deckenkonstruktionen oder auch Türen konform der europaweit vereinheitlichten Normung oder mehrer länderspezifischen Normungen (DIN 4102, NEN 6069, etc.) durchgeführt werden, welche das Brandverhalten von Materialien und Konstruktionen bestimmt und klassifiziert.

Hierbei wird die zu untersuchende Konstruktion vor einem 4 m breiten und 3 m hohen Ofen platziert. Im Ofen wird die Temperatur mit Gasbrennern gemäß einer Standard-Brandkurve erhöht, wobei die Temperatur nach 30 Minuten schon ca. 800° C beträgt. Während der Prüfung werden visuell und durch Messungen entsprechende Beurteilungskriterien (z.B. Oberflächentemperatur, Strahlung oder Dichte) bewertet.

Momentan findet die Zertifizierung des Brandschutz-Prüflabors gemäß ISO/IEC 17025 statt. Die Prüfung in einem ISO/IEC 17025 zertifizierten Labor gibt Prozenten und Herstellen die Sicherheit, dass die Prüfresultate europaweit gültig und übertragbar sind und die Ergebnisse können zur Erreichung des CE-Prüfsiegel verwendet werden.



Projekt Staatsoper Berlin

Im Auftrag der Senatsverwaltung Berlin betreut die Peutz Consult GmbH die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Zum Leistungsumfang zählen die Fachplanungsleistungen der Raumakustik und Bauakustik und Medientechnik.

Wir freuen uns nach dem großen Erfolg beim Umbau der Tonhalle in Düsseldorf auf die anstehenden anspruchsvollen Ingenieurberatungen in Berlin.

Die Betreuung des Projektes erfolgt durch unser neues Berliner Büro.







Ein weiterer Schritt zur CO2-Einsparung – Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz

Seit dem 1. Januar 2009 gilt bundesweit das neue „Wärmegesetz“ oder wie es in der Langfassung heißt: Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich. Dadurch ergeben sich – unabhängig von der Novellierung der Energieeinsparverordnung, die zurzeit in Vorbereitung ist – unmittelbar Konsequenzen für die Gebäudeplanung.

Das Wärmegesetz legt fest, dass spätestens im Jahr 2020 mindestens 14% der Wärme in Deutschland aus Erneuerbaren Energien stammen muss. Es soll dazu beitragen, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu verringern. Weiterhin ist es erklärtes Ziel, einerseits Ressourcen zu schonen, andererseits aber eine sichere und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten.

Anwendung findet das Gesetz bei alle Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden mit Bauantrag nach dem 1. Januar 2009. Es gibt den Anteil an Erneuerbaren Energien am Wärmeenergiebedarf für das jeweilige Gebäude vor.

Über Kollektoren kann solare Strahlungsenergie bis 15% angerechnet werden. Bei Einsatz von Umweltwärme oder Biomasse (Pellets) müssen bereits 30 – 50% des Energiebedarfs durch entsprechende Anlagentechnik gedeckt werden. Ist die Größenauslegung für die benötigte Kollektorfläche noch einfach (mit Berücksichtigung auf den Wohnungsbau), so besteht für die anderen genannten Energieträger eine direkte Abhängigkeit zur gültigen EnEV.

Ist der Wärmeenergiebedarf aus besonderen Gründen nur zum Teil, oder gar nicht aus Erneuerbaren Energien zu decken, so sind sogenannte Ersatzmaßnahmen als Kombination oder als alleinige Maßnahme erlaubt. Hier wird die Nutzung von Abwärme oder von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen genannt, die mindestens die Hälfte des Wärmeenergiebedarfs decken sollen. Als allein gültige Ersatzmaßnahme gilt der Einsatz von Nah- bzw. Fernwärme, wenn sich diese aus einem wesentlichen Anteil an Erneuerbaren Energien zusammensetzt. Alternativ besteht die Möglichkeit, Maßnahmen durchzuführen die zur Einsparung von Energie beitragen. Dazu muss der Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs des Gebäudes um mindestens 15% unterschritten werden. Für den Fachingenieur gilt es nun ein Optimum zu finden zwischen einer verbesserten Gebäudehülle und einer vorteilhafteren Anlagentechnik. Ebenso wird dieser eine Bewertung zur Machbarkeit und Durchführung von Kombination einzelner Maßnahmen durchführen.

Für alle Maßnahmen sind entsprechenden Nachweisen zu führen, über den Anteil an Erneuerbaren Energien, die durchgeführte Ersatzmaßnahme oder die Kombination solcher. Die Nachweise sind im allgemeinen durch einen Sachkundigen, den Anlagenhersteller oder des Fachbetriebes nach Inbetriebnahme nachzuweisen. Bei Lieferung von Brennstoffen sind für die ersten 5 Kalenderjahre die Nachweise in Form von Abrechnungen des Lieferanten vorzulegen.

Welche Maßnahme nun die Richtige, ist lässt sich pauschal nicht beantworten, da hier der jeweilige Entwurf des Gebäudes, als auch die Möglichkeiten der Vor-Ort bestehender Energieversorgung von besonderer Bedeutung sind.

Fakt hingegen ist, dass sich die Maßnahmen des Wärmegesetzes auf die jeweils gültige Fassung der EnEV beziehen. Die für den Herbst 2009 vorgesehene Novellierung der EnEV beinhaltet bereits eine 30% Verschärfung der Anforderung an den Primär-Energiebedarf von Gebäuden, und dadurch auch eine Verschärfung der Anforderungen des EEWärmeG, z.B. wenn Ersatzmaßnahmen vorgesehen werden sollen.



Aktuelle Rechtsprechung

Auch in einer Reihe von Rechtsverfahren ist der Aspekt der Schallimmissionen wieder ein wesentlicher Bestandteil. Dabei ergeben sich aber keine grundsätzlich anderen Maßstäbe aus Sicht der Gerichte im Vergleich zur bisherigen Praxis. Es bedarf mehr als je zuvor einer detaillierten Ermittlung der schalltechnischen Auswirkungen als Grundlage für eine sachgerechte Abwägung, sei es im Bauleitplanverfahren, Planfeststellungsverfahren oder der Baugenehmigung.

Nachfolgend sind einige Urteile aufgeführt in denen schalltechnische Belange eine zentrale Rolle gespielt haben. Die Urteile sind über die jeweiligen Gerichte zu beziehen. Zu den rechtlichen Aspekten empfehlen wir bei Bedarf die Hinzuziehung eines Verwaltungsjuristen.

OVG vom 20.03.3009, Az: 11A 2743/08
Das Gericht weist den Antrag des Klägers gegen das erstinstanzliche Urteil des VG Münster u.a. mit dem Hinweis das die gerügte Abwägung hinsichtlich der Schadstoffbelastung und der Lärmimmissionen fehlerhaft sei, zurück. Das Urteil beschäftigt sich mit grundsätzlichen Aussagen bzgl. der in einem Planfeststellungsbeschluss zu einer Straßenbaumaßnahme gewählten Methodik zur Betrachtung von Schadstoffimmissionen gemäß MluS, Lärmbeeinträchtigungen unterhalb der 16.BImSchV und Zumutbarkeit.

OVG vom 27.02.2009, Az: 7B 1647/08
Das Gericht weist die Beschwerde eines Anwohners gegen das Urteil des VG Minden zur aufschiebenden Wirkung gegen die erteilte Baugenehmigung des neuen Stadions in Paderborn zurück. Im Urteil sind die Ansichten des Gerichts zur Anwendung der 18. BimSchV bzgl. anzusetzender Gebietseinstufungen, zu seltenen Ereignissen, Informationshaltigkeit von Lautsprecherdurchsagen, zur Anwendung der Parkplatzlärmstudie und zu Fremdgeräuschen gemäß 18.BImSchV enthalten.

OVG vom 29.12.2009, Az: 7B 1632/08.NE
Der Antrag eines Klägers einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan außer Vollzug zu setzen wird abgelehnt. Das Gericht äußert sich zur Möglichkeit einer Verdichtung von Wohnbebauung ohne unzumutbare Wohnverhältnisse durch größere Gebäudehöhen, Sichtbeziehungen, Erschließungsverkehr und Verschattung durch eine 2m hohe Grundstücksmauer zu erreichen.


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