Marktkirche Essen

 

Nach dem Umbau und einer Modernisierung der Marktkirche in Essen 2006 sollte der Kirchenraum nun auch akustisch verbessert werden, um in Zukunft sowohl für kirchenmusikalische Aktivitäten, als auch für verstärkte musikalische Darbietungen geeignet zu sein. Zudem soll eine neue Beschallungsanlage für bessere Sprachverständlichkeit eingebaut werden. Da die Nutzer bei gering besetztem Zustand über eine schlechte Akustik bei verstärkter Musik und geringer Sprachverständlichkeit klagten, erwies es sich als essenziell, den Unterschied zwischen kleiner und großer Besetzung der Kirche zu verringern. Durch Absorptionsmaßnahmen in Form von Sitzbankpolstern und gepolsterter Bestuhlung soll dieser ausgeglichen werden. Als weitere zielführende Maßnahmen bieten sich zudem Breitbandabsorptionen unter den Kirchenbänken und der Emporenuntersicht an. Um auch der Darbietung von verstärkter Musik gerecht zu werden, stellen mobile variable Absorptionsvorhänge eine gute Lösung dar, um den Nachhall noch weiter zu verringern. Im Hinblick auf die Ausarbeitung einer neuen Beschallungsanlage wurde beachtet, dass wenige, stark auf die Wirkungsfläche auch tieffrequent richtende Lautsprecher für eine optimale Sprachverständlichkeit sorgen, da so wenig bis kein abgestrahlter Schall in das restliche Raumvolumen zur künstlichen Verstärkung des Nachhalls beitragen kann. Darüber hinaus wird der Raum eine Schwerhörigen-Induktionsanlage erhalten.

Ansicht des Innenraums mit Stoffbahnen auf den Kirchenbänken während einer Messung,  Blick auf den "Blauen Kubus"

Projektzeitraum: 2013 - 2015

 

Auftraggeber: 
Gesellschaft der Freunde und Förderer der Marktkirche e. V./Kirchenkreis Essen
Stadt: 
Essen
Arbeiten: 
Analyse der Bestandssituation und raum- und elektroakustische Grundberatung mit Erarbeitung von Maßnahmen für eine vielfältig einsetzbare Raumakustik